*** Unsere Reiseberichte aus Malaysia ***

24.10. - 13.11.2007


Nach ca. 31h-Trip (Flug Muenchen - Abu Dhabi - Bangkok - Kuala Lumpur) stuerzten wir uns ohne Ruhepause ins Grosstadtgetuemmel der malaysischen Hauptstadt.

Im Chinatown, dem alten chin. Geschaeftsviertel (bzw. was davon uebrigblieb), zogen wir unsere Kreise und belohnten unsere Strapazen mit chin. Essen und einem riesigen Tiger-Bier. Ein Hotel in Kuala Lumpur haetten wir theoretisch gar nicht gebraucht, unsere langen Tage waren ausgefuellt mit Besichtigen der beruehmten Petronas-Twintower, Moscheen und Tempeln, Besuchen von indischen und malaysischen Maerkten und nicht zuletzt das Shoppen in gigantisch grossen Einkaufszentren. Durch das Berjaya Einkaufszentrum kreuzt sogar eine 6-stoeckige Achterbahn, auf das Einsteigen verzichteten wir allerdings altersbedingt...

Fuer die Tour durchs Land mieteten wir uns anschl. am Airport ein Auto, mit dem wir nach Melaka duesten.

Ueber ein erstaunlich gut ausgebautes Strassensystem gelangten wir mit unserem rustikalen Gefaehrt in die bunte, quirlige Hafenstadt Melaka. Bei unserem 2-taegigen Aufenthalt besuchten wir die von den Hollaendern waehrend deren Besatzungszeit (um 1650) erstellten Gebaeude und Anlagen. Ebenfalls waren wir wieder fasziniert von den hier gut erhaltenen, alten chinesischen Haeuserzeilen. Wir entdeckten auf der Jonker Street interessante Tempel und Moscheen.

Noch mehr Zeit als im Chinatown verbrachten wir - ehrlicherweise - in den beiden riesigen Einkaufszentren Melakas.

Unser naechstes Ziel waren die Cameron Highlands in Zentral-Malaysia. Schon auf der Fahrt dorthin konnten wir einige Dschungelbewohner (Orang Asli) sehen. Bis zu 2.000 m hoch sind die Cameron Highlands, unser Ausflug durch die Teeplantagen (mit Besichtigung einer Teefabrik), vorbei an Gemuesefeldern und Bergwald, war wunderschoen! Unterwegs kamen wir an den spartanischen Unterkuenften der Teeplantagenarbeiter vorbei. Unsere Unterkunft hingegen war zugegebenermassen hiermit nicht zu vergleichen. Wir kamen in einem umgebauten, ehem. Kindergarten der britischen Garnison unter. Eine charmante Anlage mit wunderschoenem Ausblick auf den Bergdschungel! Auch hatten wir bis dahin, trotz Regenzeit, Glueck mit dem Wetter. Klar, wenn Engel reisen ...

Nach einer ca. 6-stuendigen Fahrt durch nahezu unberuehrte Naturlandschaften erreichten wir den Taman Negra Nationalpark. Unterwegs hielt sich so allerhand Getier am Strassenrand auf, u. A. klapprige Kuehe, riesige Ochsen und frech dreinblickende Affen. Manches davon meinte, es muesste den Mittagsschlaf direkt auf der Strasse abhalten!

Das kleine Dorf Kuala Tahan ist Ausgangspunkt zum Nationalpark, es besteht eigentlich nur aus ein paar Unterkuenften, Laeden und "schwimmenden Restaurants", die je nach Wasserstand ihre Lageplaetze aendern. Hier im tropischen Regenwald mit seinem Daemmerlicht, feuchter, stickiger Hitze, seinen unbekannten Geraeuschen und wunderschoener Pflanzenwelt, machten wir eine tolle Tagestour.

Nach dem Canopy-Walk in bis zu 45 h Hoehe und Andi's Absturz ins Sumpfloch kamen wir zu guter Letzt auch noch vom Weg ab! Zum Glueck trafen wir auf ein anderes Paar, welches ebenfalls den richtigen Pfad suchte. Sie hatten aber klugerweise von einer Wegkreuzung ein Bild gemacht, was uns dann schliesslich wieder auf den richtigen Weg fuehrte. Wer weiss, haetten wir sie nicht getroffen, wuerden wir EVTL. heute noch im Kreis umherirren...

Weiter gings anschl. an die Ostkueste. Unsere Anlaufstelle, das im Reisefuehrer so nett beschriebene Oertchen Cherating, enttaeuschte uns sehr. Auch war es hier sehr schwierig, unsere 'Enttaeuschung' im Alkohol zu begraben, weil der Zugang hierzu an der stark vom Islam gepraegten Ostkueste nicht einfach war. Aber wir schafften es!

Am naechsten Morgen brachen wir bereits gegen 6.30 Uhr unsere Zelte ab und bewegten uns Richtung Norden.

Nachdem die Ostkueste nicht sooo prickelnd war, beschraenkten wir uns hier auf nur eine Uebernachtung.

Auf dem East-West-Highway durch huebschen Dschungel und Bergland regnete es leider in Stroehmen, so konnten wir die hier anscheinend wild lebenden Grossaeugetiere (Elefanten, ...) nicht sehen. Im abgeschiedenen Ort Pengkalan Hulu im Grenzgebiet zu Thailand, verbrachten wir noch eine Nacht, bevor's weiterging auf die schoene Badeinsel Langkawi.

Da diese Insel schon vor Jahren zur zollfreien Zone erklaert wurde, ist sie das wahre Einkaufsparadies, v.A. fuer die Malayen! Schon auf dem Boot beim Uebersetzen auf die Insel trafen wir auf Unmengen von Leuten mit riesigen Einkaufstaschen.

Die erste Nacht in Langkawi verbrachten wir in einem 'Baumhaus' direkt am Strand! Die naechsten Uebernachtungen im Bungalow direkt am Strand ... Leider wurde unser Liegestuhl-Relaxing oefters vom Regen unterbrochen, was bei anhaltenden 30 Grad allerdings nicht wirklich stoerte. Diese 'Regenzeit' nutzten wir fuer entspannende Massagen und Ayuverda-Behandlungen. Und zum Abendessen liessen wir uns mit super Meeresfruechten (Lobster, Fisch, Krebse, Shrimps, Muscheln, Riesengarnelen, ...) verwoehnen, LECKER!

Unsere letzte Station in Malaysia war Georgetown/Penang. Hier leben Moslems, Hindus, Buddhisten und Christen friedlich Tuer an Tuer, mehr als 50 % der Bevoelkerung ist chinesischer Abstimmung, der Rest malayisch und ein kleiner Teil indisch. Hier genossen wir das Bummeln durch die geschaeftigen Strassen des alten Zentrums.

Anschliessend flogen wir weiter nach Bangkok. Nach ca. 12-stuendigem Fussmarsch durch die umtriebige thailaendische Hauptstadt belohnten wir uns abends mit ein/zwei Bier auf der Amuesiermeile Patpongs (eher eine Maennerdomaene!). Heute stand der Tempel Wat Arun auf dem Programm, eine einstuendige Fussmassage, bisschen Bummeln im groessten Einkaufszentrum der Stadt, und nun - auf zum Flughafen!

Und hier ein paar Bilder aus Malaysia