*** Unsere Reiseberichte aus Indien ***
15.10. - 23.11.2003

Datum: 20.10.03
Indien - Mythos, Magie und Moderne ...
Am 15.10.03 war es endlich so weit, wir haben unser ERSTES Reiseziel erreicht - Nord-Indien, DELHI! Wie ueblich, kam Guenters Gepaeck wieder mal nicht an ...
Um uns den Einstieg in diese ungewoehnliche Kultur etwas zu erleichtern, buchten wir fuer die ersten 10 Tage ein Taxi, dessen Fahrer uns die Sehenswuerdigkeiten zeigte und uns die Lebensweise nahebrachte. Bisherige Stationen waren Neu- und Alt-Delhi und Agra - natuerlich mit Taj Mahal. Heute steht eine Dschungel-Safari an.
Derzeit sind hier Schulferien und die Sehenswuerdigkeiten werden auch von Einheimischen besucht. Es ist nicht zu uebersehen, dass sich diese - wie auch die Inder in den Doerfern, durch welche wir fuhren und rasteten - eher fuer Andrea als fuer die Denkmaeler interessieren. Bilder folgen.
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Datum: 26.10.03
Mittlerweile haben wir bereits ca. 2.500 Kilometer in der meist kargen Landschaft mit dem Taxi zurueckgelegt, eine abenteuerliche Reise! Auf jeglichen Strassen, sogar auf Highways, bewegen sich Autos, Kamele, Rikshas, Elefanten, LKWs, Pferde, Fahrraeder, Schweine, Mopeds, Fussgaenger, Affen und Hunde gleichermassen fort. Man kann sich vorstellen, in welchem Tempo wir unterwegs sind ...
Rajasthan (West-Indien) war in jedem Falle einen Besuch wert. Staedte wie Jaipur, Pushkar und Udaipur bieten eine Vielzahl an Palaesten, Kunsthandwerken, Museen, Festungen und Tempel. Wir waren teilweise richtig uebersaettigt und konnten das Wort TEMPEL schon gar nicht mehr hoeren.
Gestern fand das von den Indern sehnsuechtig erwartete DIWALI-Festival statt. Saemtliche Strassen, Autos, LKWs, Hotels, Laeden etc. waren festlich geschmueckt, tausende von Menschen sauemten abends die Strassen. Ach ja, einen Rummelplatz gab es auch, wo die Karusells teilweise noch von Hand betrieben wurden. Riesenrad und Schiffschaukel wurden uns angeboten, wir haben dankend abgelehnt (Sicherheit?). Ein Feuerwerk begleitete das Festival von mittags bis in die fruehen Morgenstunden.
Heute machen wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Bombay.
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Datum: 05.11.03
Bombay & Goa (Zentral-Indien)
Nachdem wir die Gate of India und die Uferpromenade abgehakt hatten, sind wir ein Wenig in das Alltagsleben Bombays eingetaucht. Vor allem die Altstadt mit Crawford Market und ihre unzaehligen, engen Gassen und Basarstrassen mit den Geruechen von frischen Fruechten bis hin zu Faekalien, vermittelten uns einen echten Eindruck vom Lebensgefuehl in einer indischen Grosstadt.
Als wir uns der Versuchung hingaben, den klimatisierten McDonalds aufzusuchen, spiegelte sich wider: drinnen der Inder mit dem neuesten Handy und wir Touristen, vor der Eingangstuere Bettelnde, Haendler, Schuhputzer etc. -> Alltag in einer 13-Millionen-Metropole, in der es auf der einen Seite mehr Millionaere als in Deutschland gibt, auf der anderen Seite die Haelfte der Bevoelkerung aber in den nicht zu uebersehenden Slums haust.
Nach Bombay machten wir uns per "Reisebus" auf den Weg nach Goa. Die rund 13-stuendige Fahrt gestaltete sich recht amuesant, da wir minuetlich aus einer anderen Richtung bzw. einem anderen Polster von Kakerlaken bestuermt wurden!
Entschaedigung: in traumhafter Lage am Colva-Beach fanden wir ein kleines Paradies. Einfache, guenstige Unterkunft, palmengesauemt, Liegestuehle, toller Strand, leckere Meeresfruechte und Cocktails, Ruhe -> alles, was unser Herz begehrte! Und ausgerechnet hier ... ein Ex-Kollege von Guenter aus der Schweiz (Ecolab)! Wie sich herausstellte, ebenfalls Weltenbummler, allerdings schon im 2. Jahr unterwegs. Als Geburtstagsgeschenk bekam Guenter eine perfekte Ganzkoerpermassage von einem weit bekannten, extra arrangierten, taubstummen Masseur, ein Meister seiner Klasse! Obwohl keiner zur Geburtstagsparty kam, haben wir den bestellten, leckeren, frisch gefangenen Fisch zusammen mit feinen Cocktails vertilgt. Bilder folgen!
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Datum: 18.11.03
Nachdem wir uns in Nord-Indien groesstenteils um die Kultur gekuemmert haben, in Zentral-Indien oftmals Beach, frische Meeresfruechte und Cocktails genossen haben, sind wir nun in den reizvollen Naturlandschaften Sued-Indiens gelandet.
Bei einem Zwischenstop in Mangalore trafen wir auf ueberwiegend bis auf die Augen schwarz-verschleierte Frauen. Ihre eindringlichen Blicke zeigten uns, wie ungewoehnlich unsere Anwesenheit und unser westliches Outfit fuer sie ist. Waehrend unserem naechsten Halt in der grossen Hafenstadt Kochin sammelten wir interessante Eindruecke der letzten Jahrhunderte Kolonialherrschaft.
Anschliessend besuchten wir den Periyar-Nationalpark. Nach Ausfluegen mit Faehr- und Bambusboot und einer 8-stuendigen Safari, wo wir u.A. Schwarzbaeren beobachten konnten, genossen wir die fuer Kerala typische Ayurverda-Massage, 1,5 Stunden, die sich wirklich lohnten! Danach ging es mit dem Government-Bus (Regionalbus) durch die Serpentinen in der Gebirgslandschaft, vorbei an Tee- und Gewuerzplantagen, nichts fuer schwache Nerven! In dem ueberfuellten, wackeligen Bus mussten wir uns 4 h an die Haltegriffe klammern, um nicht von den Sitzen zu fliegen! In Kottayam wechselten wir vom Bus ins Boot.
Durch die atemberaubenden Landschaften der Backwaters (Labyrinth aus Kanaelen, Fluessen und Lagunen) liessen wir uns anschliessend - vorbei an Reisfeldern, Kokosplantagen und vereinzelden Siedlungen mit freundliche winkenden Kindern und waeschewaschenden bzw. badenden Menschen - schippern.
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Datum: 23.11.03
Eigentlich wollten wir unsere Reise von Sued-Indien nach Sri Lanka mit der Faehre fortsetzen, was laut den aktuellen Zeitungsberichten 'bald' moeglich sein sollte. Als wir aber am angegebenen Hafen ankamen, stellten wir zu unserer Verwunderung fest, dass noch nicht einmal die Anlegestelle fertiggestellt war ... So entschlossen wir uns nach ein paar Tagen Aufenthalt am Kovalam Beach, am 23.11.2003 nach Colombo (Sri Lanka) zu fliegen.
Nicht nur die monotonen 'Chai-Chai'- und 'Paper, Paper'-Rufe an den Bahnhoefen und Bushaltestellen und das ohrenbetaeubende Tuk-Tuk-Geraeusch, sondern auch die ueblichen 'Ten-Rupees'- und 'One Pen'-Rufe der Kinder, bleiben - wie auch der sonderbare, muffelige Geruch, der unserer Kleidung anhaftet (trotz Waesche) - sicherlich noch lange in unseren Sinnen ...