*** Unsere Reiseberichte aus Vietnam ***

18.12.2003 - 15.01.2004

Datum: 26.12.03

In Ho Chi Minh-City (Sued-Vietnam) waren wir schnell von dem liebenswuerdigen Charme der Einwohner eingenommen, was immernoch anhaelt. Wir besuchten verschiedene Einrichtungen, wobei uns vor allem das Kriegsmuseum mit seinen grausamen Dokumentationen und Bildern rund um den Vietnamkrieg bestuerzte und beschaeftigte.

Ausserdem besuchten wir die Cu Chi-Tunnel, welche waehrend des Krieges von den Viecong geschaffen und genutzt wurden. Die bedrueckende Enge konnten wir bei einer Exkursion hautnah erleben.

Bei einem dreitaegigen Ausflug in das Mekong-Delta konnten wir das vom Wasser gepraegte Leben der Menschen dort beobachten. Entlang der Wasserwege besichtigten wir fuer unsere Verhaeltnisse einfache Produktionen verschiedener Lebensmittel- und Alltagsprodukten, beispielsweise Schals, Reisnudeln, Raeucherstaebchen, Puffreis und Bonbons. Vor allem diese beiden fuellten anschliessend unsere Rucksaecke! Winkende Kinder am Ufer und Obst- und Gemueseverkaeuferinnen auf ihren kleinen Booten machten diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zurueck in Ho Chi Minh-City war ein besonderer Spass der Heilige Abend! Nach einer persoenlichen Einladung der Hauswirtin waren wir auf die gemeinsame Feier gespannt. Nach leckeren Curykartoffeln, Obst, Bonbons und ueppig Rotwein war das Fest bereits nach 1 h (!) beendet - vermutlich da die Angestellten sich zu reichlich am Wein bedient hatten. Heilig Abend ...

Nach einer Woche im Sueden ging unsere Reise weiter in die Da Lat-Hochebene, wo es zahlreiche Gemuese-, Kaffee- und Teeplantagen gibt. Mit dem Fahrrad erkundigten wir die schoene Umgebung in rund 1.450 Hoehe.

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Datum: 15.01.04

Nach einer recht rutschigen Bergwanderung auf den Lang Bian Mountain in Da Lat ging es weiter in die bezaubernde Kuestenstadt Hoi An, wo wir in 'lebendigen' historischen Bauwerken ein recht unspektakulaeres Silvester verbrachten (wird in Vietnam zu diesem Datum nicht gefeiert). In der Umgebung lag auch My Son, was mit bedeutenden Ruinen aufwartete. Bei Hue besichtigten wir am Ufer des Parfume-Flusses alte Kaisergraeber und Pagoden. Von dort aus fuhren wir durch die 'Entmilitarisierte Zone': Schlachtfelder und fruehere Militaerstuetzpunkte, wo noch immer Menschen durch Minen und anderes Kriegsmaterial verletzt und verstuemmelt werden.

Mit dem Nachtzug angekommen in der Hauptstadt Hanoi (diesmal ohne Kakerlaken) quartierten wir uns in der quirligen Altstadt ein. Mit kleinen Ruderbooten gelangten wir durch wunderschoene, natuerliche Umgebung zum Fusse eines Berges, der die Duftpagode (mehrere Pagoden und buddhistische Schreine, die in die Kalksteinfelsen gebaut wurden) beherbergte.

Die naechsten beiden Tage schipperten wir in einem alten Segelboot durch die Halongbucht, ueber 3000 Inseln und Grotten, die von Wind und Wasser geformt wurden. Es ist wirklich erstaunlich, da fliegt man um die halbe Welt, um dann in einer 'Bar' in der Halongbucht auf zwei Bekannte aus dem Allgaue zu treffen! Dies begossen wir natuerlich spontan mit ein paar Bieren ...

Sapa im Hochtal zur Chinesischen Grenze war trotz regnerischen Wetters ein weiterer Hoehepunkt. In traumhafter Berglandschaft und gepraegt durch Reisterassen, konnten wir einen Blick auf das einfache Leben der ethnischen Minderheiten dort erhaschen.

Bei einheimischem Bier und Leckereien liessen wir - zusammen mit den zwei allgaeuer Bekannten und den Beiden aus der Schweiz, welche wir in Indien kennengelernt hatten - unseren Vietnam-Aufenthalt Revue passieren. Obwohl sich das Reisen per Bus und Bahn einfach und guenstig gestaltete, fuehlten wir uns durch die vorgegebenen Routen und Ablaeufe oft eingeschraenkt und kontrolliert, wohl eine Eigenart des Sozialismus ...

Viel zu frueh am Morgen (Morgenmuffel!) ging es am 15.01.2004 per Flug weiter nach Vientiane in Laos.