*** Unsere Reiseberichte aus Laos ***

15.01. - 26.01.2004

Datum: 30.01.04

Laos - wir waren gespannt auf dies fuer uns relativ unbekannte Land! Die Reise begann in Vientiane, der Hauptsadt von Laos. Wieder mal machten wir uns mit kleinen, klepprigen Leihfahrraedern auf Erkundungstour durch die franzoesisch angehauchte Stadt. Vorbei an 'hunderten' von buddhistischen Wats ging es zum Wahrzeichen des Landes, dem Wat Xieng Thong. Dann radelten wir entlang des Mekong zu ungewoehnlichen Bauten der Kolonialzeit und einigen Botschaften. Weiter ging es per Bus nach Van Vieng, wo wir auf dem Nam Song River entlang bizarrer Kalksteinfelsen und natuerlichen Landschaften und Hoehlen paddelten. Nachdem nach einiger Zeit auch Guenne (drehte sich des Oefteren im Kreis) mit den Paddeln zurechtkam, ging es flott voran!

Auf der Weiterfahrt nach Luang Prabang sassen wir dann mit gemischen Gefuehlen im Bus. Diesmal nicht wegen der rasanten Fahrweise, sondern mit dem Bewusstsein, dass wir aus Sicherheitsgruenden (Ueberfaelle, welche wir nicht einordnen konnten) durch bewaffnete Sicherheitskraefte begleitet wurden. Bis auf eine Reifenpanne verliefen die Fahrten aber dann gluecklicherweise reibungslos. Luang Prabang, das kulturhistorische Zentrum, verzauberte uns! Nicht nur der tolle Nachtmarkt (Andreas' Lieblingbeschaeftigung), sondern auch die malerischen Flusslaeufe und Wasserfaelle und die Tempelanlagen trugen dazu bei. Auch von hier ging es in mehrstuendiger Busfahrt (eingepfercht zwischen Huehnern, Eiern, Lebensmitteln, brechenden Leuten und Sicherheitskraeften) weiter nach Phon Savane, einer eigenartigen Provinzhauptstadt ohne Charme. Dies war der Ausgangspunkt fuer die Besichtigung der 'Tonkrugebene', einer geheimnisumwitterten Hochebene mit unsagbar vielen, tonkrugaehnlichen Steingefaessen. Auch hier stiessen wir wieder auf das verherende Erbe des Indochinakrieges. Bombenkrater und gefaehrliches Kriegsmaterial sind noch allgegenwaertig.

Die Armut der laotischen Landbevoelkerung drueckt sich nicht durch bettelnde Menschen aus (wie beispielsweise in Indien), sondern zum einen durch die einfache Lebensweise - meist in bambusverkleideten Holzhaeusern auf Stelzen - zum anderen durch die feilgebotenen Waren auf den Maerkten. Hier wird neben den gaengigen Waren alles angeboten, was irgendwie essbar ist! So sahen wir Schlangen, Froesche, Hunde, Eichhoernchen, Katzen, Insekten, dachsaehnliches Waldgetier etc., zumeist mehr oder weniger gehauetet oder zerkleinert, oder teilweise auch noch lebendig, was nicht immer unseren Apettit anregte.

Ein wunderschoenes Land mit hoeflichen und zurueckhaltenden Menschen bleibt uns in Erinnerung!

Per Nachtzug ging es anschliessend weiter nach Bangkok, von dort aus auf die suedliche Insel Ko Samui. Es war fuer uns nicht mehr ganz jungen Leute recht anstrengend: in 3 Tagen ca. 23 Stunden Bahn, mehrere Stunden im Bus, 3 Stunden Faehre ...Wir goennen uns nun ein paar Tage STRAND!